MKV

Münchner KV-Verbindungen

KKM - Konzert Musicus

30. Juni 2011, Uhr 19:30

Künstlerhaus am Lenbachplatz, München

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung der Katholischen Korporationen Münchens vom 28. März 2011 findet das Konzert Musicus am 30. Juni 2011 im Künstlerhaus am Lenbachplatz statt. Das Konzert steht unter dem Motto "La femme fatale". Näheres über Sitzplätze und Kartenpreise am Ende dieser Seite.

Karten können ab sofort über die Internetseite des MCV (www.mcv.info), über Joachim Krämer 089/864929-0 oder 0171/8881212 bestellt sowie an der Abendkasse erworben werden.

"La femme fatale"

Nach dem erfolgreichen und amüsanten Mozart-Abend im vergangenen Jahr will Cbr Joachim Krämer (TsM), Organisator und Moderator auch der diesjährigen Veranstaltung des KKM (Katholische Korporationen Münchens), Musik aus einer ganz anderen Epoche zur Aufführung bringen: Vom Ende des 19. Jahrhundert (Fin-de-siecle) bis zu den Golden Twenties wird sich dieses Mal der musikalische Bogen spannen. In der Musik dieser Zeit spiegelt sich die doppelbödige Moral der untergehenden Monarchien und des Großbürgertums genauso wieder wie revolutionäres künstlerisches Freiheitsstreben und aufbegehrende Emanzipation.

Den Hintergrund dieses Konzertabends werden interessante Frauengestalten wie Alma Mahler-Werfel und Fritzi Massary bilden. Man sagt ihnen nach, sie seien wahre „femmes fatales“ gewesen. Als solche hätten sie vielen Künstlern und Komponisten dieser Zeit nicht nur den Kopf verdreht, sie ungeahnte Höhepunkte und grausame Enttäuschungen erleben lassen, sondern sie auch zu unglaublich schönen und die Phantasie erregenden Werken veranlasst.

Für die Aufführung konnte Cbr. Joachim Krämer die Soubrette Susanne Brantl, Mezzosopran, gewinnen. In Begleitung des Trios Anton Waas (Klavier), Ludwig Hahn (Violine) und Alex Haas (Kontrabass) wird sie mehr oder weniger „Verhängnisvolles“ singen und komödiantisch, -natürlich in der der damaligen Zeit entsprechenden Kleidung-, darstellen. Dem Publikum wird darüber hinaus wieder eine Überraschung dargeboten, über die jetzt noch nichts verraten wird.




Sitzplätze

Es gelten für 2011 die folgenden Kartenpreise.

Philister
Kategorie
Platz
Preis
I
1. bis 3. Reihe
30,-- €
II
4. bis 8. Reihe
Galerie
26,-- €
III
9. bis 17. Reihe
Galerie
23,-- €
Aktive

9. bis 17. Reihe
10,-- €








Nachlese zum Musicus-Konzert  der

Katholischen Korporationen Münchens
am 30. Juni 2011

„La femme fatale“-ein amüsantes Musicus-Konzert

Wer nicht dabei sein konnte – oder wollte – hat einen köstlichen musikalischen und schauspielerischen Abend versäumt.

Im aufreizend schwarzen Abendkleid mit großem Hut und knallroten Haaren zog die Soubrette Susanne Brantl durch den Festsaal des Künstlerhauses ein. Von der Bühne aus begleitet vom Trio  Anton Waas (Klavier), Ludwig Hahn (Violine) und Alex Haas (Kontrabass) machte Sie den anwesenden jüngeren und älteren Herr singend klar: „ Warum soll eine Frau – so sie eine femme fatale ist - kein Verhältnis haben?“ 

Alma Mahler-Gropius-Werfel, im Programm als „skandalös - grandios – schockierend“ bezeichnet, war mit drei von ihr komponierten Liedern als erste Frauengestalt auch Gegenstand eines Dialogs zwischen der Soubrette und dem Moderator, Cbr. Joachim Krämer (TsM).  Köstlich dann die von Susanne Brantl im Chansonstil vorgetragenen eigenen „fatalen Gedanken“ zu Gustav (Mahler), Walter (Gropius) und Franz (Werfel).

Vorzüglich auch die anschließende Darstellung des Operettenstars Fritzi Massari mit Liedern und Einlagen aus der Operette „Madame Pompadour“. Nachdem sich dabei der Kontrabassist Alex Haas erfolgreich gegen die Anmache und die Vorwürfe „Josef, ach Josef, was bist du so keusch?“ wehrte, stürmten überraschend fünf Gardemaß-Aktive die Bühne, um singend ihre Chancen bei der „Madame“ zu suchen und ihr auffällig sichtbar in die Pausengarderobe zu folgen.

Sommerliches Wetter machte anschließend wie im vergangenen Jahr den Pausenaufenthalt im romantisch schönen Innenhof des Künstlerhauses zu einem – viel zu kurzen – Vergnügen.

Zu Beginn des zweiten Teils trugen, von Musik und vom Schmunzeln des Publikums begleitet, die fünf jungen Verehrer ihr „Opfer“ auf einem großen Tablett durch den Saal zur Bühne. Fast im Alleingang verzauberte dann Susanne Brantl mit Amara Blanqui als einer „femme fatale immortelle“ das Publikum. Was zunächst als sehr glaubwürdig begann, stellte sich schlussendlich als Phantasiegestalt heraus, benannt nach einer Likörmarke gleichen Namens! Eine von ihr toll durchdachte Story, durchsetzt mit passenden Songs und einer zweiten „sorpresa“: Puccinis „Oh mio Babbino caro“ köstlich vorgetragen mit einer singenden Säge und verführerischem Augenaufschlag.       

Im musikalischen Schlussteil, wiederum begleitet von den singenden und tanzenden „Background-Youngsters“, blieb die Frage des Moderators, ob denn alle Frauen „femmes fatales“ seien, unbeantwortet und der Phantasie der Zuschauer und Zuhörer überlassen.

Mit anhaltendem Applaus für das Ensemble sowie für den Moderator und Veranstalter hat sich das Publikum für die phantasiereiche und professionelle Gestaltung dieses wunderschönen Abends bedankt.

 Prof. Dr. Hans Pongratz (Ae, KKM)